| Design in der Architektur - Individuelle Raumgestaltung mit digitaler DrucktechnikJenseits von Werbegrafik Dekoration von Oberflächen als gestalterisches Element in der Innenarchitektur Das Symposium von Durst am 2. März 2010 im Design Center, Linz
Warum, so lautete die erste Frage der Moderatorin, Frau Franziska Leeb, veranstaltete Durst Phototechnik ein Symposium über die Möglichkeiten des Digitaldruckes abseits der Werbegrafik und wendet sich an Architekten, Designer und Innenraum-Gestalter. Es sind, so die Moderatorin, ja nicht ihre, Durst Kunden. Die Antwort ist einfach – die angesprochenen Architekten und Designer sind wirklich nicht Durst Kunden, aber Kunden – zumindest potentielle Kunden – unserer Kunden. Sie zu informieren und aufmerksam zu machen, dass die Dekoration von Oberflächen – Fliese, Holzböden, Tapeten, Heimtextilien, Glas – digital zu Preisen von Massenprodukten möglich ist und damit erlaubt, was früher nur durch aufwändige Handwerkskunst zu fast unbezahlbaren Preisen herstellbar war, ist – war - Ziel dieses Symposiums.
Die digitale Drucktechnik – außerhalb der Werbebranche kaum bekannt, ermöglicht die Herstellung von Unikaten zu Preisen der Massenfertigung. Das digitale Drucken von Stein- oder Holzmuster auf Fliesen anstelle des traditionellen rotativen Siebdrucks mit Wiederholung des Motivs bei jeder 12. Fliese, weißen Rändern an den abfallenden Fliesen Rändern und begrenzter, vorgegebener Motivauswahl eröffnet mit der Möglichkeit des randlos Drucks bei einer unbegrenzten Motivwahl und der Möglichkeit Fliesen ohne Motivwiederholung herzustellen neue Gestaltungsmöglichkeiten. Der über Digitaldruck durch Gamma 75 HD hergestellte blaue, aus Brasilien stammende Marmor, unbezahlbar und pflegeintensiv – ist als randlos Fliese vom Original nicht zu unterschieden. Aber diese Möglichkeiten – neben den geringeren Kosten und benutzerfreundlichen Aspekten - sind weitgehend dort unbekannt, wo Entscheidungen über die Gestaltung getroffen werden: beim Designer, Raumausstatter oder Innenarchitekten. Auch die individuelle Gestaltung von Holzböden – als Echtholzböden, wie von Kaindl eingeführt – eröffnet die Möglichkeit Böden abseits von den 400 oder 500 Muster-Laminatböden der großen Laminat-Fußbodenhersteller auszuwählen, eben seinen Boden. Glas als Gestaltungselement, ob in Küchen, als Trennwand, als Füllung der Tür kann individuell mit Motiven bedruckt werden und dank Sol-Gel-Tintentechnik auch in Feuchträumen in gleicher Weise eingesetzt werden, wie aufwändig über Siebdruck Bedrucktes. Tapeten – ein aktueller Hype – sind von der Wandverkleidung weg zu einer installierten Wandkunst dank Digitaldrucktechnik gewandelt. Diese Freiheiten des individuellen Gestaltens, die der Digitaldruck ermöglicht, wollten wir jenen vermitteln, die für die Dekoration in Räumen verantwortlich zeichnen.
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Was die einzelnen Spezialisten dazu zu sagen hatten lesen Sie in der Zusammenfassung ihrer Präsentationen.
Präsentationen der Referenten:
Manfred Beham, Ertl Glas
Defne Koz, Designerin
Werner Lang, Lang & Lang
Raimund Marx, Marx & Moschner
Ullrich Eitel, Marburger Tapetenfabrik
Gerhard Dürnberger, Kaindl
Christian Welker, Coop. Ceramica d'Imola
Erich Bernard, BWM Architekten
Biografie der Referenten